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Nepal PDF Drucken E-Mail
Friday, . May 2007
Mirella Lorenz & Richi Ulrich
10. November bis 27. November 2005
10 & 11. November
Zuerst flogen wir die Nacht durch von Zürich nach Doha.
Nach ein paar Stunden warten unter Arabern ging es dann weiter richtung Kathmandu, wo wir Nachmittags um 4 Uhr ankahmen. Am Flughafen sollten wir abgeholt werden, fanden den Richtigen aber nicht sofort, weil eine Horde anderer auf uns stürmten, und helfen wollten. Auch als wir den richtigen schliesslich gefunden hatten, konnten wir die Anderen nicht davon abhalten, unser Gepäck ins Taxi zu mosten. Ich gab ihnen für die eigentlich unnötige Hilfe einen Dollar. Der feine Herr meinte darauf, das reiche nicht, schliesslich hätten alle 10 Typen Hand angelegt, da müssten schon 20 USD drinnliegen. Das war unser erster Eindruck von Kathmandu. Die Fahrt zum Hotel zeigte uns wie dreckig vor allem auch die Luft hier ist. Manche Leute tragen einen Mundschutz, um wenigstens einen Teil der Abgase zu filtern.
Am Abend speisten wir in einem netten Lokal, das uns von zwei Deutschen empfohlen wurde. Das Essen war sehr gut, man sass dazu am Boden auf Kissen, und jeder Tisch im Raum war auf einer anderen Höhe.

12. November
Bevor wir um 12 im Hotel bereit sein mussten hatten wir nochetwas Zeit, uns die Touristenstrasse mit all den bunten Geschäftern anzuschauen.
Im Flughafen wurden die Flüge im Warteraum ausgerufen, und dann mussten die Leute einstehen. Wir meinten immer wieder, das sei jetzt unser Flug, bis es dann mit einiger Verspätung endlich der Richtige war.
Vom Flugzeug aus hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Schneeriesen des Himalayas. Die Foothills darunter, die auch bis zu 3000 Meter hoch sind erscheinen daneben wie Flachland.
Wir sassen ganz zuhinters im Flugzeug, gleich bei der Toilette. Immer wenn jemand die Türe öffnete, stank es schlimmer als auf einem Bahnhofs WC.

13. November
Heute machte Mirella einen Treck mit Ihrem persönlichen Führer von Naudanda zum Startberg Sarangkot, und von da zum Landeplatz.
Ich machte meinen ersten Flug. Zusammen mit Adam kämpften wir uns an die Basis. Während nachher niemand mehr hochkahm, flogenwir zum Ende der Kette, und wieder zurück. Das war sozusagen meine Einweisung ins neue Fluggebiet.
14. November
Mirella machte einen zweiten Tagesausflug auf den nahegelegenen Hügel Stupa mit einem Buddistischen und einem Hindu - Tempel. Danach ging's zu einem unterirdischen Wasserfall, wo angeblich einmal eine Schweizerin runtergespült worden sein soll.
Ich machte meinen zweiten Flug. Eigentlich wollten wir zu eiem anderen Startplatz fahren, aber wegen der tiefen Basis blieben wir beim Sarangkot. Diesmal war der Thermikeinstieg sehr einfach, und ich flog die Kette zweimal ab. Beim zweiten mal flog ich nur gerade aus, ohne einen einzigen Kreis, manchmal mit Speed, manchmal mit eingeklappten Ohren. Zur Toplandung setzte ich mindestens 5 Mal an, gab es dann aber auf.
15. November
Wir mieteten ein zwar bequemes aber schrottaltes Motorrad und fuhren zum Begnas See in der Nähe von Pokhara. Als wir den See entlang liefen, kamen zwei Musikanten um uns zu unterhalten. Nach etwas feilschen wurden wir über den See gerudert. Von da machten wir uns an den Aufstieg auf den Panchbhaiya Danda Grat von dem aus man auch den Rupa See sah. Den Rückweg machten wir zu Fuss. Wieder unten angekommen musste Mirella aufs Klo, fand aber kein westliches. So fuhren wir auf dem schnellsten Weg zurück zum Hotel.
Im Anschluss fuhren wir zum unterirdischen Wasserfall, den Mirella gestern bereits mit Begeisterung besichtigt hatte, und besuchten auch die Höhle nebenan mit dem Hindu Tempel, zu dessen Entstehung es eine theologische und eine Wissenschaftliche Erklärung gab. Die Hohle konnte man unter der Strasse durch bis zum unteren Ende des Wasserfalls laufen.
16. November
Wir mieteten Fahrräder und fuhren bis zum Ende des Phewa Sees. Die Miete für beide Fahrräder zusammen kostete umgerechnet nicht ganz 3.--...... bei uns würde die Entsorgung der klapprigen Rostbüchsen mehr kosten.Unterwegs machten wir jeweils beim Landeplatz Pause, und schauten uns bei einer kleinen Stärkung das Sicherheitstraining an. Das grösste Gewicht wurde anscheinend auf Vrille und Fullstall gelegt. Drei Piloten landeten im Wasser, zwei davon mit dem Notschirm. Sie mussten ohne Schwimmweste auf das Ruderboot warten. Dem war amüsanter zuzuschaun alls den kleinen Schlingeln, die uns auf unserer geradezu vibrierenden Fahrradtour mit Stöcken jagten und in Sachen Geldfragen ein unmissverständliches Englisch an den Tag legten.
17.November
Wir erhielten Adams Bi Boo, um gemeinsam einen Flug zu machen. Der Schirm startet einfach, ist mir aber etwas zu wenig wendig. Ein guter Schirm für kommerzielle Flüge. Die Thermik war schwach, so kurbelten wir lange im Startschlauch, bis Mirella schlecht wurde. Da wir schon hoch genug waren, flogen wir dem Grat entlang richtung Noudanda, fanden aber keine Thermik mehr. Als wir immer tiefer kamen, kehrten wir um, und machten einen langen langen Endanflug. Erst jetzt merkte ich wie stark der Talwind war, der uns entgegenblies. Es schien knapp zu werden um an den Landeplatz zu kommen. Also Trimmer voll auf und hoffen. Es reichte um 100 Meter nicht, und wir landeten weich auf der Strasse, bevor der Schirm über ein kleines Haus daneben fiel, war aber kein Problem.
Am Nachmittag trafen wir die letzten Vorbereitungen für das Paratreck: Schlafsäcke mieten, Toilettenpapier und Wasser kaufen...
18. November
Wir mussten früh aufstehen für die Fahrt nach Golam. Mit dem Sunrise Jeep fuhren wir zuerst auf Asphaltstrassen, bis wir auf eine Naturstrasse abbogen, die für die meisten Autos schon nicht mehr möglich wäre. Bei einem Dorf wartete dann der kleinere Jeep für die letzte Strecke. Was nun kam hätten wir vorher nicht für möglich gehalten. Die Strasse ging einem Kliff entlang im Zick Zack nach oben, war nicht viel breiter als der Jeep und hatte Steine die Grösser als Köpfe waren. Bei den meisten Kehren sprangen die Helfer vom Jeep um zu schieben und zu helfen, während der Jeep 2-3 mal vor und zurück fuhr, bis er richtig stand um weiterzufahren. Als der Fahrer fragte, was wir beruflich machen, schloss er aus dem Beruf Programmierer, dass man diese Reise nach Nepal daheim programmiert und dann hierher fährt.
Endlich oben angekommen, gab es Frühstück.
Als Highlight des Tages besuchten wir die Schule des Dorfes. Wir wurden mit Blumenkränzen willkommengeheissen wie in Filmen von Hawaii, nur dass sie uns so viele Blumen um den Kopf hängten, dass nur noch das Gesicht frei blieb. Die Bänke in der Schule sahen aus wie bei uns vor 100 Jahren. In der Schule wie auch im ganzen Dorf gab es keinen Strom. Die jüngeren Klassen sangen uns und unserem englischen Kollegen voller Freude nepalesische Lieder vor, welche wir uns mit Begeisterung anhörten. Eine Klasse bat uns darauf, ihnen auch ein Lied von unserem Heimatland vorzusingen. Nachdem wir eine ehrfürchtige wenn auch einigermassen zittrige englische Hymne zu hören bekamen, mussten wir mit Grauen feststellen, dass wir darauf angewiesen waren, das uns beiden einzig vollständig bekannte Schweizerlied "alli mini Änteli" einigermassen würdevoll zu präsentieren. Beide waren wir uns darauf einig, dass dies nun wohl eher eine Schande für unser Heimatland gewesen ist.
Mirella machte sich darauf auf, das Dorf zu erkunden. Der Führer zeigte einen buddhistischen Tempel und erklärte, dass die Buddhisten seiner Kaste - die Gurus - vor 1000 Jahren aus Tibet und der Mongolei angereist sind.
Am Nachmittag gingen wir zum Startplatz, um einen Flug zu machen. Es wurde ein kurzer Flug direkt zum Camp. Nach ein wenig soaren landeten Rjesh und ich direkt neben unseren Zelten. Die Zelte standen auf einem Vorsprung, bei dem es auf 3 Seiten steil runtergeht. Wenn jemand den Landeplatz beim Dorf nicht erreicht hätte, würde der Aufstieg vom Talgrund bis zum Dorf ca 1.5 Stunden dauern ohne Gleitschirmrucksack. Also lieber oben landen, auch wenn der Rucksack von einem Träger wieder heraufgebracht würde.
19. November


Auch heute war die Thermik nicht gerade vom feinsten. Nachdem langem warten starteten wir, und ich schien der einzige zu sein, der etwas gefunden hat. Während die anderen mehr oder weniger direkt zum Landeplatz unter dem Dorf flogen, machte ich Basis, und querte zum Grat auf der anderen Seite, der von der Sonne viel besser angeschienen wurde. Es sah aber besser aus als es war, und ich kämpfte eine Weile um wieder Basis zu machen. Auf dem Rückflug hatte ich 20 km/h Gegenwind, was auch erklärte, warum die schwache Thermik so zerhackt war.
Mirella: Ich machte einen langen und anstrengenden Spaziergang durch den Dschungel zu einem Hindu Tempel zuoberst auf dem zweiten Berg nach dem Takeoff. Nach einer mit Tierskeletten besäten Wiese war mir schon eher etwas mulmig, die Natur musste mir da meine sinkende Begeisterung verzeihen. Zuoberst angekommen, wich der Führer auf die Seite hinter einen Baum. Auf meine Frage, was los sei, lenkte er unsere Wanderung mit einem prüfenden Blick auf die Seite in eine andere Richtung. Als ich zurückschaute, sah ich eine gestreifte Kreatur und war mir ganz sicher in ca 5-10 Metern vor mir einen Tiger zu erblicken. Obwohl der Führer dies auf Halluzinationen zurückführte, war mir als ob mein letztes Stündchen gleich geschlagen hat. Daher war der Abstieg eher rassig, was ich meinen zittrigen und fast gelähmten Beinen danke..
Am Abend kam das ganze Dorf zu unserem Camp, um mit uns am Lagerfeuer zu singen und zu tanzen. Dazu gab es Roxi, was so ähnlich wie Wein sein soll. Es ist geniessbar, aber da bevorzuge ich doch einen guten Wein. Wir tanzten mit den Einheimischen am Lagerfeuer, die uns ihre schwingenden Volkstänze lehren wollten. Es war eine wundervolle Erfahrung, jung und alt aber alle bettelarm so glücklich und humorvoll versammelt zu sehen ohne Neid auf uns Touristen, die wir sogar wussten, wie Kameras zu bedienen sind.
20. November

Für den heutigen Tag haben wir uns zur Aufgabe gemacht, von unserem Camp nach Pokhara zurückzufliegen. Wir warteten wieder eine Weile am Startplatz, bis wir den Eindruck hatten, jetzt müsste der Startschlauch funktionieren. Nach dem Start kratzten wir etwas herum, wobei Rajesh leicht steigen konnte, und Eric sich bals zum Startschlauch rettete. Ich suchte umher, und kam immer tiefer. Schliesslich flog ich mit einem grossen Bogen um den Berg zum Startschlauch. Da fand ich zum Glück einen schwachen Schlauch, der nach oben etwas stärker wurde. Ein paar mal zeigten mir die Vögel, wo es noch etwas besser steigt. Bald hatte ich Eric ausgekurbelt, und hatte genügend Höhe Rajesh zum nächsten Berg zu folgen. Da machte ich Basis und fing an zu gleiten, nur war vor mir die Basis viel tiefer. So flogen wir alle um und durch und zwischen den tiefen Wolkenfetzen durch. Auf dem Grat mit der Stupa hatte es einen schönen Kumulus, unter dem ich suchte, bis ich den anderen funken wollte, es sei nur eine Fake-Wolke. In dem Moment hob es eine Flügelhälfte, und ich konnte wieder an die Basis kurbeln. Nun ging es im gestreckten Galopp mit Gegenwind über den See. Eric erreichte den Landeplatz, war aber zu tief um am Sarankot wieder anzuhängen, während Rjesh und ich es mit viel Feingefühl gerade noch so schafften. Oben im Startschlauch vom Sarangkot angekommen hatte es dann ziemlich viele Piloten, was mich dazu bewog, schnell dem Grat entlang weiterzufliegen. Der Grat funktionierte aber heute nicht, und so kam ich mit einem grossen Bogen auch wieder zurück zum Landeplatz.
Ziel erreicht, alle haben es zurück nach Pokara geschafft, und wir konnten bei der Ankunft sogar noch den Sarangkot überhöhen.
21. November
Nach dem Frühstück zeigte uns Eric ein schönes Restaurant direkt am See. Danach mieteten wir uns ein Motorrad, und wollten zum Tibetischen Flüchtlingslager fahren und das Buddhistische Kloster anschauen. Wir fuhren durch die Stadt und sahen etwas das nach einem Kloster oder Tempel aussah, und stoppten. Ein Student bot uns an, eine Führung zu machen, und wir könnten ihm dafür am Ende so viel geben, wie wir wollen, je nach dem ob uns die Führung gefalle. Er zeigte uns also den Hinduistischen Tempel, und auch den kleinen Buddha Tempel daneben, und erzählte uns ein paar Geschichten dazu. Am Ende fragte er, wie uns die Führung gefallen hat. Wir sagten , dass es sehr informativ war, worauf er sagte dass 1000 Nepalesische Rupien in etwa angemessen wären. Davon kann man hier mindestens eine Woche leben. Als wir nach der halbstündigen Führung den Tempel verliessen warteten draussen schon ein paar Bettler auf uns, und der Junge, der unbedingt auf unser Motorrad aufpassen wollte, schrie schon von weitem, das habe aber lange gedauert, und wir müssten ihm nun eine "watching tax" bezahlen. Die Frage, ob denn jemand versucht habe, das Motorrad zu stehlen, musste er dann aber doch verneinen. Tja, zu seinem Entsetzen fuhren wir davon, wobei wir uns bei all den zukünftigen Touristen entschuldigen, die nun annehmen, dass der Junge das Motorrad vor einer bösen Gang zurückgehalten hat. Wie dem auch sei, die Besichtigung war sehr interessant, wenn wir auch nicht beim buddhistischen Tempel gelandet sind. Dass der Hochzeitsplatz etwa 20 m vom Schlachtplatz entfernt ist und man den Rundgang sämtlicher Lebenswünsche innerhalb weniger Minuten machen kann, war der buddhistischen Meditation wohl weit entfernt. Wenn man nach ettlichen Versuchen in seiner arrangierten Ehe nicht mit einem Kindersegen rechnen kann, muss man zuerst zum Tempel von Shivas Sohn gehen und um dessen Hilfe bitten. Falls man zuerst jemanden anderen darum bittet, bleibt der Kinderwunsch für immer aus. Ob da wohl ein geheimer Wunsch frisch gebackener Ehefrauen lauert, die sich eher ein Kind von Shivas Sohn als von ihrem bei der Hochzeit erstmals gesichteten Angetrauten vorstellen können? Tja, diese Fragen kann wohl nur Shiva beantworten.... Ach und noch etwas: Weshalb verheirate Frauen mit roten Blumen und verwitwete nur noch mit gelben Blumen beten können steht wohl in den Sternen geschrieben. Unsere Hosensäcke sind jedenfalls voll mit gelben Blüten und auf unserer definitiv europäischen Stirn ist das rote Hinduzeichen ein etwas komischer Anblick.
In Nepal ist die momentane Jahreszahl 2062. Bisher konnte uns aber niemand erklären, was vor 2062 Jahren war, als die Zeitrechnung hier anfing.
22. November
Heute sollte mein letzter Flug in Nepal sein. Wir hofften auf besseres Wetter, damit wir mal zum Dikie Danda fahren könnten, um an der "Green Wall" fliegen zu können. Das ist eine sehr hoher steiler Hang voller Jungel, bei dem man so nah soaren kann, dass man die Affen in den Bäumen sieht. Die Basis war aber zu tief, um die etwas längere Fahrt auf uns zu nehmen. So fuhren wir auf den Sarangkot. Der normale Startplatz wurde von Deutschen Belagert, die auch den Startschlauch den ganzen Tag für sich haben wollten. So fuhren wir zu einem alternativen Startplatz etwas weiter hinten am Grat. Der Startplatz war viel schöner als der Hauptstartplatz. hier könnte man problemlos toplanden. Das wollte ich auch tun, nachdem ich das Gras in den Leinen entdeckte. Mit schütteln konnte ich es rausbringen, verlor dabei aber etwas an Höhe. Die Thermik war nicht so toll, und so versuchten wir unsere Haut so teuer wie möglich zu verkaufen, und kämpften um jeden Meter. Erstaunlich, wie weit unten man noch nullschiebern konnte, aber grösseres Steigen war einfach nicht mehr drin. Die letzten beiden Tage in Pokhara waren merklich kälter, und hatten schlechtere Thermik. Offensichtlich kommt langsam der Winter.
Wir verabschiedeten uns bei den Jungs von Sunrise, denn morgen geht's früh los. Eigentlich wollten wir noch ins Busy Bee zur Party, aber Mirella hatte etwas Bauchweh, und ich war auch müde.
23. November

Früh Morgens um 6:15 wurden wir beim Hotel abgeholt. Mit einem Minivan gings auf erstaunlich guten Strassen richtung Süden. Der Fluss, dem wir folgten sah gut aus für einfaches Rafting. Nachdem wir in einer dreckigen Kleinstadt 2 Stunden auf den Anschluss warteten, ging's weiter bis zu einem Flussufer. Über den Fluss, der die Zivilisation vom Jungel trennt wurden wir gerudert, und nach dem Willkommensdrink gings mit dem Jeep durch die Büsche. Beim Temple Tiger angekommen gabs zuerst Mittagessen. Anschliessend machten wir unseren ersten Ritt auf einem Elefanten. Wir sahen dabei 4 Nashorner, 2 Affen und wie sicht die Büsche bewegten weil ein paar Hirsche flüchteten. Die ganze zeit folgte uns ein kleiner Elefant, wahrscheinlich sassen wir auf seiner Mutter.
24. November




Nach dem Frühstück starteten wir den Tag mir einem Elefantenritt. Heute ging's mehr ins Dickicht. Zuerst durch einen schmalen Pfad im Wasser, wo unsere Holzkisten gerade noch trockenblieben, dann durchs dicke Schilf, wo es oft keinen Weg hatte, und wir gar nicht sahen wo wir hingehen. Im Dickicht sahen wir ein Nashorn. Die Elefanten brachten uns etwas weiter oben zum Fluss, von wo wir eigentlich mit Kanus runterfahren wollten. Da die Luft aber noch ziehmlich feucht war, und die Sonne nicht durchmochte, war die Chance Krokodile zu sehen sehr gering. Deshalb gingen wir durch den Dschungel noch etwas weiter flussaufwärts. Plötzlich bewegte sich ein Busch, und der Guide sagte uns das sei ein Nashorn (das gefährlichste Tier im Park, das bis zu 40 km/Std laufen kann und einfach alles fängt, was es riecht, da es fast nichts sieht), und wir sollen uns hinter einem Baum verstecken. Mirella litt Todesängste. Zugegeben war ich mit meinen ironischen Bemerkungen auch nicht ganz unschuldig... Beim Boot angekommen machten wir uns auf zu einer gemütlichen Fahrt, auf der wir viele verschiedene Vögel sahen, aber kein Krokodil.
Kurz nachdem wir zurückgekommen sind, rief uns plötzlich einer der anderen Gäste zu : "Tiger, Tiger". Wir folgten ihm zur Aussichtsplattform, und konnten wirklich in ca. 200 Metern Abstand einen grossen Tieger durch's Gras schleichen und schwimmen sehen.
Am Nachmittag besichtigten wir als erstes die Elefantenställe, wo wir viel über Elefanten lernten, und sie auch füttern durften. Weiter schlichen wir auf dem Dschungelwalk durch den Wald. An mehreren Stellen sahen wir frische Spuren von Tiegern und Nashörnern, die unsere Wege kurz zuvor zu kreuzen schienen.
25. November
Wiederum mussten wir relativ früh aufstehen, und die Koffer packen. Direkt nach dem Frühstück wurden wir mit einem Jeep nach Barithpur zum Flughafen gebracht. Eigentlich sollte der Flug um 10:50 gehen, aber weil in Kathmandu Nebel war, konnte der Flieger erst mit zwei Stunden Verspätung starten. Kurz nach dem Start klingelte plötzlich ein Handy, und der Herr nahm ab, und fing an zu reden als ob das ganz normal wäre. An den lauten Reaktionen der anderen Passagiere merkte er aber schnell, dass man das nicht machen soll, und beendete das Gespräch.
In Kathmandu wurden wir wieder abgeholt, und nachdem wir die Koffer ins Hotel brachten, machten wir eine Stadtführung. Unser Führer Tularam zeigte uns zuerst den grössten Buddhatempel der Stadt, welcher auch langezeit der grösste Buddhatempel der Welt war. Obwohl er selber ein Hindu ist, konnte er uns sehr viel über den Buddhismus erzählen. Die beiden Religionen haben wie er sagte sehr viel gemeinsam. Nachher besuchten wir auch einen Hindutempel. In die eingentlichen Tempel durften wir als fremde nicht hinein, aber das ganze war eher wie ein kleiner Stadtteil, in dem wir herumlaufen konnten. Er erklärte uns, warum die Hindus ihre toten verbrennen, und welche Rituale sonst noch dazugehören. Am Fluss konnten wir mit eigenen Augen eine Kremation sehen.
26. November
Am Morgen ging unsere Stadtführung weiter. Heute besuchten wir das Viertel mit den alten Palästen, wo der König bis ca 1950 wohnte. Den Nachmittag verbrachten wir mit shopping in Kathmandu. Auch wenn die Touristenpreise ca 3 mal so hoch sind wie für die Einheimischen, ist es für uns immer noch günstig, und mit feilschen liess sich auch da und dort etwas machen. Um 4 Uhr machten wir uns dann auf zum Flughafen. Unser Flug ging zwar erst um 8 Uhr, aber da Quatar Qirways immer massiv überbucht ist es besser früh einzuchecken, um sicher einen platz im Flieger zu erhalten. Dass wir pro Person 30 statt 20 Kilo Gepäck mitnehem durften organisierten wir erst kurz vor der Abreise, so dass auf den Tickets immer noch 20kg draufstand, aber im Computer sollte es sein.... Der Herr beim Checkin sagte aber, dass im Computer nichts stehe, und wir 20 kg Übergewicht bezahlen müssten. Als wir darauf beharrten, dass wir zusammen 60 kg haben dürfen, wollte er uns noch Geld für 5 kg abknöpfen, und nach etwas weiterdiskutieren war es auf einmal gut. Wir bemerkten zuerst aber nicht, dass uns jemand vom Checkin nachgelaufen ist, und für "das zugedrückte Auge" ein Trinkgeld erwartete....
In Kathmandu war ca 20 - 25°C, und in Doha wo wir zwischenlandeten mitten in der Nacht an die 30°C. Als der Captain kurz vor der Landung in Zürich durchgab, die Temperatur in Zürich sei -9°C ging ein grosses Raunen durch die Reihen.
 
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Kundenmeinung / Passagierbericht von Kurt (65)
"...Ein Abenteuer kurz vor meiner Pension, das war mein Ziel. Mehr als 1000m über dem Startplatz war einfach wunderbar. Wir sahen 5 Seen gleichzeitig und dies über Zug. So ein Flug kann ich nur empfehlen, ein echtes Abenteuer und einfach unvergesslich. Die wahre Freiheit, pur! Bis bald!..." (Kurt, 65)