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PWC Mun Gyeong, Korea! PDF Drucken E-Mail
Samstag, . April 2009

Aktuelle Berichte vom Weltcup in Korea.

Zwei Tasks geflogen, einer vor und einer nach dem Start abgebrochen.

Ankunft

Mit Airfrance ueber Paris sind wir gut in Korea angekommen. Fuer die 3 Stunden Fahrt bis Mun Gyeong wurden wir abgeholt.  Doch dann gingen die Verstaendigungsprobleme los. Zur Sprache kommen noch die Schriftzeichen... So war das Mittagessen gleichermassen wie der Besuch der heissen Quellen zum Abenteuer.

 Trainingstag

Nachdem wir um 13 Uhr aufwachten, gingen wir etwas ins Internet. Denn an fliegen war bei dem Wind und dem Regen nich zu denken. Am Abend gab es die Opening Ceremony mit den Ofiziellen der Stadt und vom Koreanischen Verband, die alle eine Rede hielten. Und einschreiben musstn wir uns auch noch.

Su 26. April - 1. Task

Es sah zwar nach zu viel Wind aus, aber wir fuhren trotzdem zum Startplatz hoch, und warteten recht lange. Dann gabs einen Task ueber 44.7 km. Kurz nach dem Start wollte ich tief zur naechsten Rippe und bin dabei fast abgesoffen. Von ca 100 Meter ueber dem Landeplatz soarte ich wieder zum Startplatz hoch. Als ich endlich wieder anstaendig Hoehe hatte, kamen die ersten schon von der Startboje zuruek. Ich hatte keine Lust, alleine die 14 km zu fliegen, und dann so viel aufholen zu muessen. Ich flog lieber gleich mit den anderen mit. Der Rest vom Task ging dann recht gut. Es hatte viel wind. Manchmal zeigte das GPS im Halbgas noch 7km/h an. Aber irgendwie ging's immer weiter. Manchmal hatte ich das gefuehl dass andere Piloten voll im Lee seien, aber so schlimm sah's dann doch nicht aus. Von den 3 Notschirmabgaengen und 8 Baumlandungen sah ich nur einen. Am Schluss gabs eine Weite Strecke gegen den Wind, die Boje in der Stadt holte ich noch, aber dann musste ich ca 500 Meter vor dem Goal landen, aber das kam ja eh nicht drauf an...

Beim zum Goal laufen, sah ich wie Stefan seinen Schirm um einen Strommasten gewickelt hatte. Er konnte den Schirm am ende nicht mehr in den Wind stellen, und wollte auf der Strasse landen. Nur hat er dabei eine Leitung uebersehen. Jetzt waren wir den Ganzen Abend zu viert dran, seinen Schirm zu flicken.

Mo 27. April -Task gecancelled

Das Wetter sah am Morgen noch gut aus, blauer Himmel und wenig Wind. Doch der Wind wurde immer staerker. Wir fuhren trotzdem hoch, es war auch fliegbar und es wurde ein Task ueber 60km mit Rueckenwind. Doch als wir den Winddummies zuschauten kamen Zweifel auf, ob man bei dem Wind einen Task machen kann. Ein Speedglider konnte den Startplatz ueberhoehen, und die normalen Schirme verbog es ziehmlich und sie kamen nicht wirklich schnell vorwaerts. Kurz darauf wurde der Task dann auch vor dem Start gecanceled. Wer wollte konnte selber fliegen. Das machten auch ein paar. Bis ein blauer Boomerang senkrecht startete. Er drueckte den Beschleuniger und kassierte gleich einen Frontklapper und darauf gleich noch einen. Dann drehte er ab, und wurde hinter die Kante geblasen. Sofort schoss er die Rettung, obwohl der Schirm wieder zu fliegen anfing. Er landete in den Baeumen, ohne dass ihm etwas passiert waere. Nachher wollte niemand mehr starten. Wir gingen zu Fuss vom Berg runter, und besuchten den Touristenviertel von Mun Gyeong mit einer Filmkulisse und einem Schlumpf-Dorf, das wir aber nicht fanden. Grossen Spass hatten wir bei einem Getraenkeautomaten mit vielen lustigen und zum Teil ekligen Getraenken.

Di 28. April - Task ueber 42 km

Eigentlich sah's gut aus, blauer Himmel weniger Wind als sonst, aber immer noch genug. Ein Task ueber 42 km wurde ausgeschrieben. Der Start war schon nicht so toll. Manchmal stieg es schoen, dann wieder nur Sinken. So flog ich hin und her aber kam nicht richtig hoch, zwar hatte es auch viele Schirme weiter unten, aber auch genauso viele weiter oben. Hinter der Kante schien das Steigen am besten zu sein, aber da verbog es auch die Schirme am meisten. Es war ziehmlich windig und anstaendig turbulent. Ich schaffte es bis zur ersten Boje, da landete ich lieber als von tief unten wieder aufzusoaren, und nicht zu wissen wo das Lee oder eine Talwindduese ist. Ich ging zum nahen Dorf, und zeigte dem erstbesten meine Pilotenkarte, auf der steht: "Bitte helfen sie dem armen Menschen zuruekzukommen, der kein Wort koreanisch versteht". Der sagte ein paar Mal ein paar Saetze in mein Funkgeraet, aber trotzdem dauerte es zweieinhalb Stunden, bis ich abgeholt wurde. Der Fahrer entschuldigte sich fuer die Verspaetung und lud einen Japaner und mich zum Essen ein. Er erzaehlte mir, in der Naehe seien sieben Piloten in die Baeume. Von Zwei Notschirmen habe ich am Funk gehoert, und naeher am Ziel muessen die Bedingungen recht haarig gewesen sein.

Mi 29. April - 62km Task gecanceled

Fuer heute war weniger Wind prognostiziert. als bisher. Trotzdem hatte ich das Gefuehl nur die Richtung habe geanendert bei gleicher Staerke, wenn ich den Winddummies zuschaute. Statt Kreise machten sie grosse Ellypsen am Himmel. Der Wind kam heute eher aus Norden, und da lag auch die erste Boje. Ich fuehlte mich nicht so fit, obwohl die Nase heute freier war als gestern. Wenn ich den Leute in der Luft zuschaute, machte es den Eindruck als ob man heute fit sein sollte. So entschloss ich mich, nicht zu fliegen. Circa eine halbe Stunde nach dem Airstart wurde der Task dann abgebrochen, weil wohl einige gute Piloten Probleme hatten. Einige Piloten, darunter auch Anders landeten mit dem Notschirm in den Baeumen.

Am Abend gabs bei den Zelten auf dem grossen Parkplatz eine Party, die Gin gesponsert hat. Es gabeine traditionelle Trommel und Theatervorfuehrung,lokale Spetialitaeten,Schweinefleisch vom Grill, Musik sowie ein Lagerfeuer. So feierten wir in die Nacht hinein.

 Do 30. April - 49km Task

Komisch ist es schon, dass in Korea bessere Flugbedingungen herrschen, wenn's bewoelkt ist. Somit war auch der Wind schaecher. Bei uns waere es zwar immer noch viel Wind, aber von den bisherigen Tagen wars der mit dem wenigsten Wind. Es waren ein paar Jungs von der Luftwaffe da, und die wollten uns wohl nirgenswohin lassen, so wurde ein Ping-Pong-Task ueber 49km ausgeschrieben, bei dem man immer wieder zum Startplatz zurueckkehren musste. Im Startschlauch war's ziehmlich chaotisch, aber ok. Es war recht muehsam hochzukommen, und irgendwann hatte ich die Nase voll und ging landen. Beim rausfliegen sah ich wie einer mit einem Verhaengerquer ueber das Tal flog. Als ich das naechse Mal schaute, hing er in den Baeumen. Anders sah vorher wie er ein volles unfreiwilliges Akroprogramm hatte. Von Notschirmen habe ich heute nichts gehoert. Kaum gelandet konnte ich meine Entscheidung nicht mehr verstehen, denn es war heute absolut im gruenen Bereich, nur einfach muehsam. 100 Piloten erreichten das Goal,  Hausi als sechster.

Fr 1. Mai - 80km Task bei schwachen Bedingungen

Heute war der Wind wirklich schwach, und man konnte ueberall hinfligen ohne wirklich ins Lee zu kommen. So war heute der erste Tag ohne Baumlandungen. Dafuer landete ein Chinese in einer Stromleitung. Am Start wurden wir von einem Koreanischen Fernsehsender interviewt. Es wurde ein Task ueber 80 km ausgeschrieben, wobei der erste Teil in mittlerweile bekanntem Gelaende war und der zweite Teil dann ins Flache raus ging. Dabei ueberflogen wir eine mittelgrosse Stadt. Die Landschaft war mal etwas anderes, als die Huegel, um Mun Gyeong herum. Die Thermik war schwach, und wer im Flachen zur falschen Zeit am falschen Ort war, stand ab. Etwa 20 Piloten kamen in Goal, leider keine Schweizer. Ich kam 40km, Stefan und Hausi ca 35. Anders flog ins Ziel, und sagte, die letzten 30 km seien dann wieder einfacher gewesen. Der Retrieve dauerte ewig. Ich landete wohl um ca 14: uhr, und war nach 19 Uhr in Mun Gyeong zurueck.

 Sa 2. Mai - viel Wind und Preisverleihung

Der Wetterbericht sagte viel Wind und Wolken voraus und fuer den Nachmittag Regen. Die Wolken zogen am Morgen schon schlell am Himmel.Es gab keinen Task und wir fuhren nicht mal zum Startplatz hoch.Stattdessen fuhren wir noch mal zum Touristenviertel mit der Filmkulisse, die heute frei zugaenglich war. Dann sahen wir "Buddas Birthday" und gingen auf einer Bettonstrasse den Berg hoch. Der Buddha Tempel war schon recht weit oben, aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Am Abend war dann Preisverleihung und Closing Ceremony.

Nachts um 2 Uhr ging unser Bus nach Seoul, also gingen wir gar nicht erst schlafen.

Resumee

Wenn es aus sportlicher Sicht auch ein Reinfall war, wars doch ein tolles Erlebnis bei einem Weltcup mitzumachen. Die Organisation und die Stimmung unter den Piloten war super. Fuer mich war der Wind etwas zu stark.

 

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Kundenmeinung / Passagierbericht von Fredy (36)
"...Das wir sogar auf Strecke gehen konnten war der absolute Höhepunkt. Nach 4 Std. Flug, vielen Kilometern und einer sanften Landung direkt bei der Bushaltstelle, war ich total erschöpft und völlig glücklich. Diese grenzenlose Freiheit und das kreisen mit den Vögeln werde ich nie vergessen! Vielen, vielen Dank!..." (Fredy, 36)